Einfach Kochen

Drumsticks mit Blumenkohlpürée

Gedankenfutter

Eigentlich sind Drumsticks Hähnchenunterschenkel, aber bei mir sind es fleischige Flügel geworden. Diese sahen so lecker in der Auslage des Geflügelstandes auf dem Wolfsburger Wochenmarkt aus. Und so wanderten sie ganz schnell in meinen Einkaufskorb, natürlich gegen Bezahlung. So, und nun, wie bereite ich sie zu? Es sollte nicht so aufwendig sein, schon ganz von alleine sollten sie im Backofen knusprig bräunen, trotzdem interessant schmecken und vor allem verführerisch duften. Ich fand ein Rezept in einem meiner „Wochenmarkt-Kochbücher“, wandelte es ab und herausgekommen ist eine köstliche Variante. Die besondere Pfeffermischung mit 5 Pfeffersorten von frisch und grasig bis fruchtig und nussig ist dabei das I-Tüpfelchen. Da ja das Abknabbern der Drumsticks schon eine Vollzeitbeschäftigung ist, mussten die Beilagen so nebenbei „laufen“, also nur noch schlucken. Deshalb habe ich Blumenkohlpürée und als Sattmacher-Beilage Kartoffelpürée serviert.

Pfeffermischung

Rezept

Für 4 Portionen

Saft und Schale einer Zitrone

4 EL Olivenöl

12 Hähnchenflügel

1 Bund Thymian

Salz, Pfeffer, z.B. Jahreszeitenmischung, „Altes Gewürzamt“

1 Knoblauchknolle

1 großer Blumenkohl

500ml Hühnerbrühe

30g Butter

Schnittlauch

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Öl mit Zitronensaft – und Schale mischen. Drumsticks kräftig mit Salz und Pfeffer einreiben. Thymian und die Ölmischung über die Hähnchenflügel gießen. Sie müssen bedeckt sein. 15 Min. ziehen lassen. Den Knoblauch zerteilen und auf ein Backblech verteilen. Die Drumsticks dazu legen und mit der restlichen Marinade beträufeln. Im Ofen ca. 45 Min. backen.

Den Blumenkohl in Röschen teilen und ca. 5 Min. in der Hühnerbrühe garen. Die Hälfte der Knoblauchzehen aus der Schale drücken und mit dem Blumenkohl pürieren. Etwas Brühe dazu gießen bis ein weiches Pürée entsteht. Butter unterrühren, kräftig würzen. Schnittlauch in Röllchen schneiden und unter das Pürée mischen.

Drumsticks mit dem Blumenkohlpürée servieren. Ich habe noch Kartoffelpürée dazu serviert.

Fougasse oder das Freundschaftsbrot aus der Provence

Gedankenfutter

Ein bisschen Urlaubsflair@home mit dem Duft von Rosmarin und Thymian. Die Provence in der heimischen Küche – das ist Fougasse. Bekannter ist sicher das italienische Focaccia. Aber im Gegensatz zu den Italienern, schneiden die Franzosen ihre Brotspezialität vor dem Backen in Blätterform. Die Oberfläche vergrößert sich und es wird schön knusprig und schnell fertig. Wie und wozu kann es gegessen werden? Einfach so zu einem kühlen Glas Rosé oder Rotwein. Auch Käse, Früchte und gebratenes Gemüse sind eine ideale Begleitung. Übrigens schmeckt es frisch aus dem Ofen am Besten und mit ein bisschen Fantasie sitzt man mitten in der Provence zwischen hügeligen Weinbergen, Olivenhaien, Pinienwäldern und Lavendelfeldern.

Übrigens ist es schnell und unkompliziert gebacken. Statt Oliven eignen sich auch getrocknete Tomaten und Kräuter der Provence. Für spontane Gäste kann es spontan gebacken werden:-😊

Rezept

1 Würfel (42g) frische Hefe

300ml lauwarmes Wasser

6 EL Olivenöl

3 EL Honig

1EL Thymian

1 EL Rosmarin

500g Mehl Type 550

2 EL Salz

150g Oliven ohne Kern

Grobes Salz zum Bestreuen

Hefe in dem Wasser auflösen. Mehl mit Salz mischen, Hefewasser, 5 EL Öl, Honig und die Kräuter dazugeben und gut durchkneten. Zum Schluss die Oliven unterkneten. Der Teig kann klebrig sein. Den Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech streichen und zum Rechteck ausbreiten. Mit dem restlichen Olivenöl bestreichen und mit dem groben Salz bestreuen. In den kalten Ofen schieben. Eine Schüssel mit Wasser dazu stellen und bei 200 Grad in ca. 35-40 Min. backen.

Gedankenfutter

Endlich gibt es wieder frische Erdbeeren. Sie locken mit ihrer Farbe und ihrem Aroma und sind Botschafter der sonnigen und wärmeren Jahreszeiten. Heute habe ich  sogar schon die ersten deutschen gesehen und gekauft. Wo? Auf unserem Wochenmarkt. Noch sehr teuer, aber trotzdem haben wir uns sie gegönnt. Statt Kekse, Chips &Co sind sie eine leckere Nascherei mit Vitaminpower und wenig Kalorien. Aber nur so zum Naschen…sie können auch mehr!  Zusammen mit anderen Zutaten entstehen die köstlichsten Desserts. Lecker und dekorativ schmücken sie jedes Menü. Ob in der Spargelzeit oder auch im Frühsommer – süße Erdbeerträume sind immer erlaubt😊

Joghurt-Erdbeeren mit Streusel-Topping

Rezept

4 Portionen

50g Haferflocken

50g Zucker

50g Mehl

50g kalte Butter

1P. Vanillezucker

Saft von 1 Zitrone

250g Joghurt, natur

150g saure Sahne

1 EL Puderzucker

400g Erdbeeren

Minze für die Garnitur

Für die Streusel: Ofen auf 200 Grad vorheizen. Butter in Stückchen zusammen mit den Haferflocken, Mehl und Zucker zu Streuseln verarbeiten. Streusel auf ein mit Backpapier belegtes Blech verteilen und ca. 15 Min. backen. Abkühlen lassen.

Für die Crème: Joghurt mit saurer Sahne und Puderzucker verrühren und mit dem Zitronensaft abschmecken.

Erdbeeren waschen und in dünne Scheiben schneiden. 4 hohe Gläser mit der Crème füllen, eine Schicht Erdbeeren darauf, dann Streusel, wieder eine Schicht Erdbeeren und die restlichen Streusel darauf verteilen. Mit einer Erdbeere und Minzeblättchen garnieren.

Gedankenfutter

Die Corona-Krise macht mich im Ausprobieren neuer Rezepte immer mutiger. Ich hätte sicherlich mal Lammkeule zubereitet, aber niemals mit einer kalten Minzsauce. Aber könnte ich verlieren, wenn sie nicht schmeckt oder gar den besonderen Geschmack der Lammkeule „vernichtet“? Nein… und es hat sich gelohnt, diese Minzsauce aus zu probieren. Einfach köstlich und sie ergänzt perfekt diese Zubereitung der Lammkeule. Übrigens, ist sie nicht arbeibeitsintensiv. Sie erfordert nur ein organisatorisches Geschick – denn sie nimmt sich für das Finale viel Zeit. Also, gut planen und rechtzeitig in den Ofen! Dann steht einem besonderen Luncherlebnis nichts im Weg. Dazu habe ich Polenta mit Erbsen serviert.

Rezepte

Lammkeule aus dem Ofen mit Minzsauce

Für 4 Personen:

1kg Lammkeule mit Knochen

800g kleine Kartoffeln

800g Karotten

1 Knoblauchknolle

3 große Schalotten

1 Bd. Thymian

200ml Weißwein

300ml Wasser

Salz, Pfeffer

Für die Sauce:

1 Bd. Minze

8 EL milder Weißweinessig

2 EL Zitronensaft

2 TL Zucker

Etwas Salz

Den Ofen auf 190 Grad vorheizen. Knoblauchknolle quer halbieren und das Fleisch damit einreiben. Salzen und pfeffern. Anschließend die Knoblauchzehen in eine Schmorpfanne geben. Kartoffeln schälen und evtl. halbieren. Karotten schälen und in Stücke schneiden. Zwiebeln schälen und evtl. längs halbieren. Alles mit dem Thymian in die Schmorpfanne geben und die Lammkeule darauflegen. Nochmals kräftig salzen und pfeffern. Weißwein und Wasser dazu gießen. Die Pfanne mit einem Deckel oder Alufolie gut abdecken. In den Ofen schieben und 30 Min. bei 190 Grad, dann bei 150 Grad ca. 3 Std. weitergaren. Danach die Folie bzw. Deckel entfernen und weitere 45 Min. schmoren.

Für die Sauce: Minze waschen und fein hacken. Dann mit Essig, Zitronensaft, Zucker und Salz vermengen. Sie sollte ca. 1 Std. durchziehen. 

Dazu passt Polenta mit Erbsen

Polenta mit Erbsen

Polenta ist für mich immer Italien – vielmehr die italienische Küche, die ich besonders liebe. Und da die Zubereitung ja nun wirklich keine Kunst ist, habe ich sie einfach mal gemacht. Das Besondere daran, sind die pürierten knallgrünen Erbsen. Sie geben dieser Beilage den Pfiff und den Geschmack nach Frühling.

Für 4 Personen:

600ml Milch

100g Maisgrieß (Polenta)

400g TK-Erbsen

60g Parmesan, gerieben

Erbsen pürieren und mit dem Parmesankäse vermengen. Milch aufkochen und die Polenta einrieseln. Bei niedriger Hitze quellen lassen. Erbsenpürée untermengen und mit Salz und Pfeffer kräftig abschmecken.

Lammkeule mit Minzsauce und Polenta mit Erbsen

Süßkartoffelsalat mit Minz-Honig-Dressing

Ich habe lange überlegt, ob ich diese sehr gewagte Variation eines Salates ausprobiere. Ich habe mich aber dann getraut und war total begeistert und überrascht, wie köstlich dieser schnelle, leicht exotische Salat schmeckt. Er schmeckt nach mehr….und er ist ein Allround-Talent – passt auf ein Buffet, eignet sich als Vorspeise, sorgt für ein leichtes Abendessen und ist sogar jobtauglich.

Die leichte Süße der Süßkartoffel verbindet sich mit dem herben Aroma der Minze, mit dem kräftigen Curry und Senf und findet im Abgang die passende Säure des Aceto Balsamico. Ein außergewöhnliches Dressing, dass nicht nur diesen Salat zum „Burner“ macht, sondern auch jedem anderen Blattsalat eine besondere Note verleiht. 

Rezept

Für 4 Portionen:

Salat:

1 mittelgroße rote Zwiebel

1,5kg Süßkartoffeln

2 EL Rapsöl

100g Lauchzwiebeln

125g Babyspinat

100g Rosinen

Salz, Pfeffer

Glatte Petersilie

Dressing:

4 Zweige Minze

1 EL Honig oder Agavensirup

1 TL Senf

1 TL Currypulver

2 EL Aceto Balsamico

4 EL Olivenöl

Zwiebel schälen, halbieren und in Ringe schneiden. Süßkartoffeln schälen und grob würfeln. Rapsöl, Salz und Pfeffer in eine Schüssel geben, Süßkartoffeln darin mischen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. In den auf 180 Grad heißen Ofen schieben und 25 Min. backen. Abkühlen lassen.

Für das Dressing. Minze von den Stielen zupfen, waschen und hacken. Mit Honig, Senf, Curry, Essig und Olivenöl mischen. Kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken. Lauchzwiebeln putzen und schräg in dicke Ringe schneiden. Petersilie waschen und hacken. Spinat verlesen, waschen und gut abtropfen lassen. Alle Zutaten vermengen, Rosinen unterheben und mit dem Dressing mischen. Servieren.

Gebratene Möhren mit Nudel-Risotto

Nudelrisotto – was ist das denn schon wieder? Das klingt ja total verfremdet! Risotto ist doch immer mit Reis…in diesem Fall mal nicht. Hierbei handelt es sich nur um die Zubereitungsart und nicht um die Zutaten. Es ist mal anders und experimentell. Dabei aber ganz einfach zu zubereiten, auch für Ungeübte. Es erfordert nur ein bisschen Mut und Neugier auf Neues. Die Kombination der Zutaten ist das Besondere an diesem Pastagericht. Sie verhelfen ihm zu einem Geschmackserlebnis der Extra-Klasse. Lassen Sie sich zum Nachkochen verführen…..

Rezept

Für 4 Portionen

750g Möhren

1 Knoblauchzehe

2 EL Butter

2 EL Kapern

30g gesalzene, gehackte Erdnüsse

½ TL Chiliflocken

1-2 EL brauner Zucker

Salz

40g Parmesankäse, gerieben

150 ml Kochsahne

150g Schafskäse

5 Stiele Basilikum

1 Schalotte

400g kleinere Nudeln, z.B. Fusilli oder ähnliche Sorten

1,5l Gemüsebrühe

Möhren schälen und in ca. 4cm große Stifte schneiden. Knoblauch schälen und grob hacken. 1 EL Butter erhitzen. Möhren, Knoblauch, Kapern, Erdnüsse, Chili und Salz dazugeben und unter Wenden anbraten. Kurz vor Ende der Garzeit mit braunem Zucker bestreuen und karamellisieren. Zwiebel würfeln und in 1 EL Butter anbraten. Nudeln und etwas heiße Gemüsebrühe dazu gießen und so lange rühren, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Den Vorgang so lange wiederholen, bis die Gemüsebrühe verbraucht ist. Sahne und Parmesankäse unterrühren. Den Schafskäse in grobe Stücke bröseln. Basilikumblätter von den Stielen zupfen. Möhren und Nudel-Risotto auf Teller verteilen und mit Schafskäse und Basilikum bestreuen. Sofort servieren.

Ein Winterklassiker – Eintopf von Steckrüben und mehr

Steckrüben – ein altes Gemüse, neu entdeckt oder vom Kriegs – zum Trendgemüse. Wenn ich Steckrüben in der Generation meiner Eltern erwähne, dann erfahre ich nur ein ablehnendes Gesicht. Sie denken natürlich an die Kriegs – und Nachkriegszeit, in der es das Hauptgemüse im Winter war. Selbst Kaffee und Marmelade wurden daraus hergestellt. Aber wenn diese schlechten Erinnerungen bei Seite geschoben werden, dann erobert auch in dieser Generation das neue Trendgemüse ihre Küche. Es lohnt sich, diese „rustikale Schönheit“ in Eintöpfen, als Gemüsebeilage oder als Pürée in die Winterküche auf zu nehmen. Denn sie liefert reichlich Vitamin C und ß-Carotin. Egal für welche Sorte man sich entscheidet, ob es die Wilhelmsburger mit ihrem orange-gelbem Fruchtfleisch oder die Hoffmanns Gelbe mit gelbfleischigem Fruchtfleisch ist – fest steht, sie gehört zu den aktuellen „Stars“ der Saison.

Rezept

Für 4 Portionen

1 kg Steckrüben

500g Lauch

1 Zwiebel, mittelgroß

500g Kartoffeln

100g magerer Schinkenspeck

2 Lorbeerblätter

Pfeffer, Salz, Muskat

1 Bd. glatte Petersilie

1 l Gemüsebrühe

200 ml Kochsahne (15%)

Steckrübe schälen und ich grobe Würfel schneiden. Lauch putzen, waschen und in 1-2 cm breite Stücke schneiden. Zwiebel würfeln. Schinkenspeck in kleine Würfel schneiden und knusprig, ohne Fett, anbraten. Zwiebeln hin zu fügen und glasig dünsten. Kartoffeln schälen und in 2 cm breite Spalten schneiden. Mit Lauch und Steckrüben zu den Zwiebeln geben. Mit Brühe und Sahne auffüllen. Lorbeerblätter in die Suppe geben und bei mittlerer Hitze ca. 15 Min. garen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Petersilie grob hacken und den Eintopf damit bestreuen.

Birnen-Risotto mit Gogonzola

Birnen-Risotto mit Gorgonzola

Ich habe schon viele Varianten von Risotto gegessen, aber keine bisher mit Obst. Nach einigen Überlegungen habe ich mich dann an diese, für mich ungewöhnliche Variante, gewagt. Überrascht war ich von dem ganz besonderen Geschmack – fruchtig, pikant und außergewöhnlich. Der zarte Schmelz des Gorgonzola mit dem säuerlich-süßem Geschmack der Birnen war sensationell. Natürlich ist das Gelingen des Risotto von der Qualität seiner Zutaten abhängig. Deshalb ist es besonders wichtig einen reifen Gorgonzola zu wählen und eine weiche, vollreife Birnensorte. Von den weltweit 1500 Sorten habe ich mich für die Williams entschieden. Sicher passt das Gericht eher in den goldenen Herbst, aber das Angebot an Birnen ist auch zu dieser Zeit üppig. Deshalb einfach mal ausprobieren. Ist übrigens nicht aufwendig, sondern fix fertig. Die einzige Herausforderung ist die gekonnte Konsistenz des Risotto.

Rezept

Für 4 Personen

1 kleine Zwiebel

300g Arborioreis

2 EL Olivenöl

150 ml Weißwein, trocken

750 ml Gemüsebrühe

250g reife Birnen

150g Gorgonzola

100g Parmesankäse

25g Walnüssen, gehackt

25g Butter

Die Zwiebel hacken und im Olivenöl andünsten. Den Reis dazugeben, kurz anschwitzen, dabei umrühren. Mit Wein ablöschen und einkochen lassen. Dann nach und nach mit Brühe aufgießen, dass der Reis bedeckt ist. Einkochen lassen und den Vorgang so oft wiederholen, bis die Brühe verbraucht ist. Der Reis muss gar sein. Das dauert ca. 20 Min. Evtl. muss die Menge der Brühe erhöht werden. Birnen schälen, und die Hälfte davon pürieren. Die andere Hälfte in kleine Stücke schneiden. Gorgonzola würfeln, Parmesan reiben und  Alles mit der Butter unter den fertigen Reis rühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Mit gehackten Walnüssen garnieren.

Dazu passt Blattsalat mit einer Vinaigrette.

Erdäpfelkas

Erdäpfelkas –mh, was ist das denn? – habe ich mir gedacht…aber als ich die Zutaten für das Rezept gelesen habe, machte es mich doch neugierig. Und es hat sich gelohnt. Schnell, sättigend, schmackhaft , vielseitig. In einem Aufstrich treffen sich viele wertvolle Inhaltsstoffe, die den Ansprüchen einer bewussten Ernährung entsprechen. Ballaststoffe, Kalium, Calcium, Vitamine C und B, Eiweiß, Fett,  sättigende Kohlenhydrate und wenig Kalorien. Das Rendez-vous einer geballten Ladung Fitness-Nährstoffe ist perfekt!  Wobei es da auf die Zubereitung ankommt. Also, habe ich den Kartoffelkäse „diätassistentenlike“ zubereitet und die Variantenvielfalt bereichert. Eigentlich ist er ein Allround-Talent  – mit einem Salat als Mittagessen, solo auf dem Partybuffet, als Begleiter zum gegrillten Fleisch und in Niederbayern darf er zu keiner Brotzeit fehlen. Die Bezeichnung ist ein wenig ungewöhnlich, denn Käse ist da nicht drin.

So, und nun ab in den Keller, Kartoffeln in den Topf und die anderen Zutaten vorbereiten. In kurzer Zeit ist er genussfähig😊

Rezept

Für 4 Portionen

250 g mehligkochende Kartoffeln

80 g weiche Butter

4 El saure Sahne

1 Zwiebel

2 Knoblauchzehen

1 Prise Muskatnuß, frisch gerieben

1 Prise gemahlener Kümmel

Salz, Pfeffer

Nach Belieben frische Kräuter zum Garnieren

Die Kartoffeln waschen und mit der Schale in wenig Wasser zugedeckt 25 Min. garen. Die fertigen Kartoffeln abgießen, kalt abschrecken, noch möglichst heiß schälen und durch die Kartoffelpresse oder ein Sieb in eine Schüssel drücken. Danach auf Zimmertemperatur abkühlen lassen. Die Butter mit der sauren Sahne verrühren. Zwiebel und Knoblauch schälen, fein hacken und hinzufügen. Die Kartoffeln untermischen. Den Aufstrich mit Muskat, Kümmel, Salz und Pfeffer abschmecken und mindestens 3 Std. an einem kühlen Ort, aber nicht im Kühlschrank, durchziehen lassen. Zum Servieren nach Belieben mit Kräutern garnieren. Schmeckt besonders gut zu deftigem Bauernbrot.

Social Plates – „gesellige Platten“

Nun musste die Freude über neue Inspirationen zum kulinarischen Tischfeuerwerk lange warten…aber jetzt geht es mit frischen Ideen im neuen Jahr weiter. Außerdem ist ja die Weihnachtszeit für traditionelle Gerichte, wie Ente, Gänsebraten, Puter, Rotkohl und Klöße reserviert. Selbst kulinarische Silvestergenüsse gehen in die 60iger und 70iger Jahre zurück: Fondues und Raclettes feiern ein sensationelles Comeback. Natürlich moderner und stylischer – aber manchmal ist Nostalgie und Tradition doch „trendiger“ als das Moderne. Ach ja, die „Social Plates“ bereichern auch jedes Fondue. Wenn Sie zu den „Ganzjahres-Fonduelern“gehören, dann probieren Sie gleich mal die neuen Rezepte mit dem Motto: „Nostalgie trifft Moderne“

Knoblauchchampignons auf Blumenkohlcrème

Rezept

1kg Blumenkohl

8 Knoblauchzehen

50g Butter

Salz

250g braune Champignons

3-5 EL Sojasauce

2 EL Öl

1 TL Balsamico

1 Bd. Petersilie

Den Blumenkohl in Röschen teilen und ca. 20 Min. garen. Inzwischen 4 Knoblauchzehen mit der Butter pürieren. Die Röschen abtropfen lassen und mit der Buttermischung zusammen pürieren. Mit Salz abschmecken. Champignons putzen, vierteln und mit Öl scharf anbraten. 4 Knoblauchzehen in Scheiben schneiden und zu den Pilzen geben. Kurz mitrösten und mit Sojasauce und Balsamico ablöschen. Einreduzieren lassen, abschmecken und mit der gehackten Petersilie mischen. Abgekühlt auf der Blumenkohlcrème anrichten.

Linsen-Allerlei mit Ziegenkäsedressing

Rezept

300g Süßkartoffeln

200g schwarze Belugalinsen

200g rote Beete, gegart

2 Orangen

40g Ziegenfrischkäse

3 EL Olivenöl

2 EL Honig

Zimt, Salz

2 EL Zucker

100g Walnüsse

Evtl. etwas Milch

1 Bd. glatte Petersilie

Thymianblättchen

Süßkartoffeln schälen, in kleine Würfel schneiden und mit Olivenöl, Honig und Gewürzen mischen. Anschließend auf ein Backblech geben und im Ofen bei 180 Grad ca. 25 Min. garen. Rote Beete mit dem Saft einer Orange, der abgeriebenen Schale, Olivenöl, Zucker, Salz und Thymianblättern mischen. Linsen in reichlich Wasser ca. 10 Min. al dente kochen. Abgießen und abkühlen lassen. Danach mit Olivenöl, Salz und Pfeffer abschmecken. Gehackte Petersilie untermengen. Walnüsse grob hacken und in einer Pfanne ohne Fett rösten. 1 EL Honig unterrühren. Abgekühlt mit Roter Beete und Süßkartoffeln mischen. Eine Orange in Scheiben schneiden und den Salat damit garnieren. Ziegenkäse glattrühren löffelweise  auf dem Salat verteilen.

 Gerne probiere ich neue Rezepte für Familie und Freunde aus. Schon neugierig und voller Erwartungen schnipple, koche, garniere und probiere ich die kleinen Köstlichkeiten. Skepsis begleitet mich da manchmal – wie wird es Ihnen schmecken? Haben sie etwas Anderes erwartet? Werden sie auch satt werden von den internationalen Tapas? Sagen Sie nur aus Höflichkeit, dass es ihnen schmeckt oder sind sie wirklich begeistert? Ich jedenfalls genieße es, als Gastgeberin entspannt mit ihnen am Tisch zu sitzen und mich von dem Anblick der bunten, dekorativen „Häppchen“ verführen zu lassen. Tja, und meine Experimentierlust findet hier auch ihre Erfüllung. Also, mein neuer Favorit für Feiern und andere kulinarische Anlässe sind jetzt die „geselligen Platten“ – denn auch hier gilt das Motto: Alles auf den Tisch und Alle am Tisch. Gemütlicher kann gemeinsames Essen und Trinken nicht sein.

Gefüllte Süßkartoffeln

Rezept:

800g Süßkartoffeln

2 EL Olivenöl

50g Blattspinat

2 EL Kochsahne

4 EL grob geriebener Pecorino

3 EL Pinienkerne

Salz, Muskatnuss

Backpapier

Süßkartoffeln waschen, halbieren, Schnittfläche mit Öl einreiben und mit der Schnittfläche nach unten auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Ca. 30 Min. bei 200 Grad garen. Inzwischen den Spinat waschen, grob hacken und mit der Sahne bei leichter Hitze zerfallen lassen. Süßkartoffel aushöhlen und das Innere mit dem Spinat mischen. 3 EL Pecorino und Pinienkerne hinzufügen. Mit Salz und Muskatnuss würzen. Die Füllung in die ausgehöhlten Süßkartoffeln geben und mit dem restlichen Pecorino ca. 10 Min. im Ofen garen.

Lady in red – rotes Blumenkohlköpfchen

Rezept:

1 mittelgroßer Blumenkohl

1l Rote-Beete-Saft

½ TL Kreuzkümmel

4 Zweige Minze

½ Bd. glatte Petersilie

2 EL Limettensaft

300g griechischer Joghurt

Salz, Pfeffer, Zucker

Rote-Beete-Saft mit Salz und Kreuzkümmel zum Kochen bringen. Blumenkohl in kleine Röschen teilen und in dem Sud ca. 5-10 Min. bissfest garen. Abkühlen lassen. Petersilie und Minze abzupfen und mit Limettensaft und der Hälfte des Joghurts pürieren. Würzen und das restliche Joghurt unterrühren. Blumenkohl auf einer Platte anrichten und mit etwas Joghurtsauce dekorieren. Den Rest in eine kleine Schüssel füllen und dazu servieren.

Gemüse in Herbsttönen

Kürbissuppen an allen Ecken und auf allen Tischen, Kürbis süß-sauer, Schokolade mit Kürbiskernen, Müsli, Brote, Zierkürbisse dekorativ in Körben arrangiert. Kaum ein anderes Fruchtgemüse ist so vielfältig und variabel zu verwenden.

Ach ja und mein Diätassistentinherz schlägt auch höher, denn es ist energiearm, ballaststoffreich und hat eine große Portion Vitamine. Also ein „Allrounder“.

Aber es muss nicht immer der Klassiker sein…

 Kürbis-Pasta herbstlich- mediterran

Kürbis und Pasta? Auf den ersten Blick sicher eine fragwürdige Kombination, auf den zweiten Blick verführt aber diese zum Ausprobieren. So auch mich. Die Verführung hat sich gelohnt! Schnell war ein Pastagericht in den angesagten Herbsttönen mit einem etwas anderen Geschmackserlebnis gezaubert.

Rezept

Für 2 Portionen:

200g Zwiebeln

700g Kürbisfleisch (Hokkaido)

300g Merguez oder Salsiccia

1 TL Mehl

150ml Weißwein

1 EL Olivenöl

250g Farfalle oder Penne

Salz, Pfeffer

Gehackte Petersilie

Geriebener Parmesankäse nach Geschmack

Zwiebeln in Ringe schneiden. Kürbis waschen, Kerne mit einem Löffel entfernen und in kleine Würfel schneiden. Hokkaido muss nicht geschält werden! Wurstbrät aus der Haut drücken und mit Mehl mischen. In Olivenöl anbraten. Zwiebelringe hinzufügen und 5 Min. dünsten. Kürbisfleisch hin zu fügen und mit Weißwein ablöschen. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Ca. 25 Min. schmoren. Nudeln kochen und mit dem Kürbisragout mischen. Evtl. noch etwas Nudelwasser dazu gießen.

Mit Petersilie und Parmesankäse bestreut, servieren.

Spätsommer = Pflaumen – und Zwetschgenzeit

Wenn morgens die Temperaturen im Keller sind, die Sonne nur allmählich die Luft erwärmt und den Sommer noch erahnen lässt, verabschiedet sich der Spätsommer und begrüßt den Herbst. Auch das saisonale Angebot wechselt seine Farben und „Geschmack“. Pfirsiche wechseln sich mit Pflaumen, Weintrauben und erntefrischen Äpfeln ab. Sie machen Freude auf die typisch-klassischen Herbstrezepte. An erster Stelle steht da sicher der saftige Zwetschgenkuchen vom Blech, frisch und leuchtend aus dem Ofen. Selbst beherrschten Essern läuft das Wasser im Mund zusammen und eine kleine Kostprobe muss einfach sein. Für Naschkatzen und Schleckermäuler gibt es da keinen Halt und das Kuchenblech weist plötzlich leere Stellen auf.

Ich gehöre übrigens auch dazu😊 .

Deshalb musste ich auch gleich die Zwetschgen aus Nachbars Garten verarbeiten. Dieses Mal zu einer Zwetschgenwähe – oder auch Tarte genannt.

Ist eine Pflaume, eine Zwetschge? Nein lautet die Antwort.

Eine Zwetschge, auch Zwetsche oder Quetsche genannt ist länglich, kleiner, mäßig saftig und behält die Form beim Backen. Die Pflaume dagegen ist größer, saftiger, weicher, rund oder eiförmig. Sie eignet sich besonders gut für Pflaumenmus.

Zwetschgen-Wähe

Rezept

Für eine Tarteform, ca. 28 cm:

Für den Teig:

½ Würfel Hefe

100 ml lauwarme Milch

300g Mehl, Type 550

75 g Zucker

1 Ei

20g weiche Butter,

1 EL Vanillezucker

Für den Belag:

500g Zwetschgen, entsteint

Mark von einer Vanillestange

2 EL Mandelblätter

400g saure Sahne

4 Eier

2EL Speisestärke

80g Zucker

Saft und Schale einer Zitrone

Zum Garnieren:

2 EL Aprikosenkonfitüre

2 EL Zucker

2 EL Butter

2 EL kernige Haferflocken

Hefe in der Milch auflösen und mit den anderen Zutaten vermischen, durchkneten. An einem warmen Ort ca. 30 Min. gehen lassen.

Eine Tarteform buttern und mit Mehl bestäuben. Den Teig durchkneten, ausrollen und in die Form drücken. Mandelblätter auf den Boden streuen und mit Zwetschgen belegen. Die restlichen Zutaten für den Belag verrühren und auf die Pflaumen gießen. In den vorgeheizten Ofen (180 Grad) schieben und ca. 40-50 Min. backen. Abkühlen lassen. Die Konfitüre erhitzen und die Wähe damit einpinseln. Butter, Zucker und Haferflocken erhitzen, leicht karamellisieren und auf dem Kuchen verteilen.

Dazu passt leicht aufgeschlagene Sahen, verfeinert mit einem Schuss Slibowitz oder leicht geschmolzenes Walnusseis.

Da ja immer Grillzeit ist, möchte ich meine beliebtesten, vegetarischen Varianten nicht vorenthalten. Sie sind sehr flexibel – passen sich den jeweiligen Essanlässen an – entweder als Beilage, Brotaufstrich oder auch solo. Die Aioli und die Avocadosauce zählen zu den Stars unter den Gemüse-Dippern😊 – Sie wissen schon, die, die lieber Gemüsesticks statt Brot essen. Ach ja, und grüner wird`s nicht beim Grillabend!

Champignonspieße in Sherry-Knoblauch-Marinade

Rezept

Für ca.12 Spieße:

500g kleine, braune Champignons

1 Knoblauchzehe

4 EL Olivenöl

6 EL Sherry medium oder dry

1 Bd. glatte Petersilie, gehackt

5 Zweige Thymian, abgezupft

Salz, Pfeffer

Champignons putzen und mit einem feuchten Tuch säubern. Die Spieße in eine Schale geben, Knoblauch in Scheiben schneiden und mit Öl, Sherry und den Kräutern mischen. Salzen, pfeffern. Champignons mit der Marinade mischen, abdecken und mindest. 4 Std. kühl stellen. Champignons danach auf Spieße stecken.

Unter Wenden ca. 10 MIn. grillen und zwischendurch mit der restlichen Marinade bepinseln.

Dazu passen Aioli und Avocadosauce

Aioli

Rezept

Für 4 Portionen:

1 Eigelb

Salz, Pfeffer

1 TL Zitronensaft

1/8 L Öl, Rapsöl

3 Knoblauchzehen

Alle Zutaten für die Aioli sollten Raumtemperatur haben und nicht direkt aus dem Kühlschrank entnommen werden.

Eigelb in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer würzen. Nun nach und nach mit einem Schneebesen das Öl unterrühren, zum Anfang sehr langsam. Vorsicht, es besteht Gerinnungsgefahr! Die ganze Masse muss allmählich die Konsistenz einer cremigen Mayonnaise annehmen Zum Schluss dann mit Zitronensaft und Knoblauch nach Belieben abschmecken. Wer mag, kann noch Cayennepfeffer zugeben. Wenn die Creme doch gerinnen sollte, nicht wegwerfen! Einfach ein weiteres Eigelb in eine neue Schüssel schlagen, die geronnene Creme löffelweise zugeben und kräftig unterrühren.Die Zutaten reichen gut für zwei Personen. Die fertige Aioli lässt sich 2 bis 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren.

Avocadosauce

Rezept

Ergibt ca. 500ml:

5 Stiele glatte Petersilie

5 Stiele Basilikum

3 Stiele Estragon

3 Stiele Minze

2 reife Avocados

1 Limette

100ml Gemüsefond

1 El Aceto balsamico

2 EL Olivenöl

1 EL körniger Senf

1 TL Meerrettich aus dem Glas

Chiliflocken, Salz, Pfeffer

Kräuter von den Stielen zupfen. Die Avocados halbieren, Kern entfernen und mit einem Löffel das Fruchtfleisch aus der Schale lösen. Limette waschen und 1 TL Schale abreiben. Auspressen. Alles in einen hohen Becher geben und mit dem Schneidstab pürieren. Essig, Senf, Meerrettich , Olivenöl, Chili hinzufügen und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Diese Sauce hält sich einige Tag im Kühlschrank und schmeckt auch zu Ofenkartoffeln oder als Brotaufstrich.

Salbeihuhn im Knoblauch-Paprika-Bett

Dieses Rezept ist schon „uralt“ und liegt in meiner Rezeptschatzkiste gefühlt ein halbes Jahrhundert. Ich hatte mich spontan für dieses Gericht entschieden, als ich auf dem Wolfsburger Wochenmarkt ein „poulet jaune“ erblickte. Natürlich lief es nicht mehr herum, sondern lag repräsentativ in der Auslage eines Marktstandes, der Spezialitäten, u.a. aus Frankreich, anbietet. Poulet jaune zeichnet sich durch gelbes, festes Fleisch aus. Versehen mit verschiedenen Gütesiegeln, weiß ich, dass es überwiegend Maiskörner pickt und immer „an der frischen Luft“ ist. Also musste es in meinen Einkaufskorb und sofort, bis zur Zubereitung, in den Kühlschrank. Nun fehlten nur noch die Paprikaschoten, Knoblauch und die frischen Kräuter. Kein Problem, denn für Paprikaschoten aus der Region habe ich den Stand meines Bauern des Vertrauens. Die dicke Knolle Knoblauch gleich noch dazu und die Kräuter konnte ich ganz bequem von unserem Balkon holen.

Die Zubereitung war ganz einfach, ab und zu mal einen Blick in den Ofen werfen und dann ab auf den Tisch. Es war der pure Genuss und nicht das letzte Mal, dass ich dieses köstliche „Huhn“ zubereite. Das A und O sind Zutaten mit einer hohen Qualität.

Rezept

Für 4 Personen:

1 Poularde oder Huhn von ca.1,5kg

1 große Knoblauchknolle

10 Salbeiblätter

4 El Olivenöl

100ml Weißwein

200ml Geflügelfond

Thymianzweige

800g bunt gemischte Paprikaschoten

Salz, Pfeffer

Die äußere Haut der Knoblauchknolle abziehen und halbieren. Die Zehen aus einer Hälfte herausdrücken. Das Huhn innen und außen kräftig salzen und pfeffern. Die Haut mit einem Löffelstiel lösen und die Salbeiblätter darunter schieben. Knoblauchhälte, ausgedrückte Zehen, das Huhn und Olivenöl in eine Auflaufform geben und bei 200 Grad auf der 2. Schiene von unten im Ofen bräunen. Nach 45 Min. den Fond dazugeben und weiter schmoren. Paprikaschoten entkernen und in Stücke schneiden, Thymian hacken. Beides nach 1 Std. dazugeben, Wein zugießen, salzen und pfeffern und noch ca. 20 Min. garen. Garprobe machen.

Das Huhn mit einer Geflügelschere in Stücke schneiden und mit dem Gemüse und Fond servieren. Dazu passt frisches Baguette oder Roter Reis.

Griechischer Gurkensalat – oder Tzatziki mal anders

Passend zum Grillen, passend zum Sommer, passend zum leichten Dinner und passend zum modernen, positiven Essstil. Leicht, üppig an Vitaminen, reich an guten Fetten, ein bisschen aufregend und trendy

Rezept

Für 4 Portionen:

1 Salatgurke

100g Baby-Blattspinat

100g Baby-Leaf-Salat oder Pflücksalat

2 Knoblauchzehen, durchgepresst

150-200g Vollmilchjoghurt

6 EL Olivenöl

150g Schafskäse

20g Oliven, schwarz, entsteint

Salz, Pfeffer

Gurke waschen und mit der Schale dünn hobeln, Spinat und Salatmischung waschen und abtropfen lassen. Gurken mit zerbröseltem Schafskäse und klein geschnittenen Oliven mischen. Aus Joghurt, Knoblauch, Salz, Pfeffer und Olivenöl eine Sauce rühren und unter die Gurkenmischung untermengen. Durchziehen lassen und anschließend Salat und Spinat unterheben. Kräftig abschmecken und servieren.

Sommerliches Grillvergnügen

Grillen geht immer, ob im Sommer oder Winter. Ursprünglich war es ein klassisches Event für lauwarme Sommerabende. Ja, und weil „Retro“ wieder voll im Trend liegt, steht dieser Tradition nichts im Weg. Grillen geht fast überall, ob auf der Terrasse, im Garten, im Park oder am Seeufer.

Wir grillen mit einem wassergefüllten Elektro-Tischgrill auf unserem Balkon. Dieses Grillvergnügen belästigt keine Nachbarn, ist ganz einfach zu händeln und ideal für einen unbelasteten, gesunden Genuss. So „verzichten“ wir auf krebserregende Stoffe und „gewinnen“ ein unbelastetes Genusserlebnis. Fleisch und Würstchen sollen nicht unerwähnt sein, gehören irgendwie mit dazu, aber hier stelle ich mal meine Gemüseexperimente, Salatvariationen und die „Saucenstars“ vor.

Heiße Tipps: Auf mageres Grillgut zurückgreifen, Kartoffeln und Brot nicht zu lange und zu dunkel grillen. Wichtig ist, dass kein Fett auf die Heizstangen tropft. Hier sind Aluschalen das kleinere Übel.

Gegrillte Süßkartoffelscheiben

Rezept

Für ca. 30 Scheiben:

750g Süßkartoffeln, mittlere Größe

4 EL Öl

150ml Orangensaft

Je 1 TL Cumin, Koriander, Chiliflocken

Süßkartoffeln schälen und in 2cm dicke Scheiben schneiden. In eine breite Schale geben und rautenförmig einschneiden. Für die Marinade: Öl mit Orangensaft, Gewürzen und 1 TL Salzverrühren. Scheiben von beiden Seiten mit der Marinade einpinseln. 1 Std. marinieren lassen. Immer wieder mal wenden und mit Marinade beträufeln. Beim Grillen: Süßkartoffeln unter Wenden ca. 20 Min. grillen. Immer mal wieder mit der abgetropften Marinade bepinseln.

Dazu passt ein Heidelbeer-Feta-Dip.

Heidelbeer-Feta-Dip

Rezept

125g Heidelbeeren

200g Feta

200g Magerquark

1kl. rote Zwiebel

1 El flüssiger Honig

1 Zweig Rosmarin

1 EL Aceto balsamico bianco

Salz, Pfeffer

Feta mit einer Gabel zerkrümeln, Quark zugeben und verrühren. Zwiebel würfeln, Rosmarinnadeln abzupfen und fein hacken. Honig, Zwiebel, Essig und Rosmarin unter die Käsemasse rühren. Heidelbeeren waschen und ganz einrühren. Mit Salz und Pfeffer kräftig würzen.

Dieser außergewöhnliche Dip passt auch perfekt zu geröstetem Ciabatta oder frischem Vollkornbrot.

Kabeljau mit Fenchel-Pinienkern-Vinaigrette auf getrüffeltem Kartoffelstampf

Als ich dieses Rezept entdeckt habe, landete es erst einmal in der untersten Schublade…warum? Es las sich für mich sehr aufwendig. Irgend wann habe ich es dann doch wieder vorgekramt, da es mir nicht aus dem Kopf ging. Außerdem ist es eine leichte kulinarische Idee für die karibischen Temperaturen dieses Sommers. So ein bisschen erinnert es mich auch an südliche, exotische Regionen dieser Welt. Und übrigens, es geht ganz schnell. Lässt sich vorbereiten und setzt der Fantasie keine Grenzen – denn die Zutaten sind austauschbar, wie der Fisch, die Kräuter und die Gewürze für den Kartoffelstampf. Ich habe es verändert und das Ergebnis sehen Sie hier😊

Kabeljau mit Fenchel-Pinienkern-Vinaigrette auf getrüffeltem Kartoffelstampf

Rezept

Für 4 Portionen:

Fenchel-Pinienkern-Vinaigrette:

20g weiche, getrocknete Tomaten

5 El Sherry, medium

20g Pinienkerne

100g Fenchelknolle

½ Bd. glatte Petersilie

½ Bd. Schnittlauch

1 Bd. Basilikum

50g rote Zwiebel

5 EL Aceto balsamico bianco

Schale ½ Zitrone

Salz, Pfeffer

5 El Olivenöl

Kabeljaufilet:

4 Kabeljaufilets à ca. 150g

4 El Olivenöl

1 Knoblauchzehe

4 Stile Thymian

Grobes Salz

Getrüffelter Kartoffelstampf:

800g Kartoffeln

4 El Trüffelöl

Salz

Für die Vinaigrette, Tomaten klein schneiden und mit dem Sherry aufkochen. Anschließend quellen lassen. Pinienkerne ohne Fett in einer Pfanne bräunen. Petersilie, Basilikum und Schnittlauch fein schneiden oder hacken. Fenchel und Zwiebel fein würfeln. Balsamico mit Salz und Pfeffer glattrühren, anschließend das Öl hin zu fügen. Aufschlagen und die anderen Zutaten unterrühren.

Für den Stampf, Kartoffeln schälen, halbieren und weich garen. Abgießen, zerstampfen, salzen und das Trüffelöl unterrühren. Warm stellen.

Kabeljaufilets, säubern, salzen. Öl erhitzen und den Fisch kräftig braten, bis er schön knusprig und braun ist. Knoblauch in die Pfanne drücken, Thymian hin zu geben und fertig garen.

Vinaigrette auf die Fischfilets verteilen und mit dem Kartoffelstampf servieren.

Guten Appetit!

Gefüllte Gnocchi mit Röschen vom violetten Blumenkohl

Diese, etwas ungewöhnliche Kreation eines Gerichts mit Gnocchi, ist das Ergebnis eines Besuches des Isemarkt in Hamburg-Eppendorf. Ich liebe Wochenmärkte, besonders, wenn sie einheimische, regionale, nicht so ganz übliche Angebote in ihrem Sortiment haben. Einer meiner Lieblingsmärkte ist nun der Isemarkt, der sich 2 km lang unter einer S-Bahn – Brücke „schlängelt“. Für diesen Marktbesuch lasse ich den Einkaufszettel zu Hause und entwickele Ideen für Gerichte en passant – Gemüse – Obst – Pasta – Gewürze – Käse – Fleisch -Fisch, Essige – und Öle – alles, was eine kreative Küche so braucht, finde ich hier in Hülle und Fülle. Frische Gnocchi von den „Pastafrauen“ hatte ich bereits in meinem Korb, aber das Gemüse fehlte mir noch – und da sah ich den violetten Blumenkohl! Der musste es sein, schon alleine wegen der Farbe… gedanklich entwickelte ich bereits die Zubereitung, als ich noch ein wenig warten musste. Das Ergebnis finden Sie hier. Ungewöhnlich, aber köstlich. Guten Appetit

Rezept

Für 4 Portionen:

800g frische Gnocchi, gefüllt mit Frischkäse und Rosmarin

2 EL Olivenöl

1 Bd. Lauchzwiebeln

2 gehackte Knoblauchzehen

1 großer Blumenkohl, violett

4 Zweige Rosmarin

50g geriebener Grana

Salz, Pfeffer

Blumenkohl in kleine Röschen teilen, waschen und in Salzwasser bissfest garen.  Lauchzwiebeln putzen, waschen und in Röllchen schneiden. Olivenöl in einer Pfanne erhitzen, Knoblauch und Zwiebeln darin anbraten. Gnocchi hinzugeben und goldgelb rösten. Rosmarinnadeln klein schneiden und mitbraten. Blumenkohl abgießen und in die Gnocchipfanne geben. Alles zusammen gut durchmischen und kurz schmoren. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen. Mit Grana bestreut servieren.

Französische Kartoffel-Bohnen-Pfanne

Wieso französisch? Ich hätte sie auch Birgit´s Kartoffelpfanne nennen können…warum? Dieses allseits beliebte Gericht aus meiner Küche fand seinen Ursprung in Frankreich. Wir haben fast jedes Jahr mit der Familie, überwiegend in der Bretagne, unsere Ferien verbracht. Überwältigt von den traumhaften Märkten dort mit ihren prall gefüllten Ständen von Gemüse, – Obst,- Wurst -und Käseangeboten, ließ ich mich zum Kochen inspirieren. Na ja, sonst hätte ich ja auch keinen Grund gehabt, diese frischen Zutaten in meinen Korb zu füllen. Dieser füllte sich in Windeseile, nicht nur mit Gemüse, sondern auch mit süßen Varianten, wie dem Far breton. Nun aber zu der Entstehung meines kulinarischen Souvenirs. Ich musste ein Gericht kreieren, was schnell, leicht, köstlich, lecker duftet und den Geschmack mehrerer Generationen trifft. So ist nun diese Kartoffelpfanne in meine Memoiren eingegangen und inzwischen lieben sie auch unsere Freunde.

Vielleicht auch Sie? Einfach ausprobieren!

Rezept

Für 4 Portionen:

1kg grüne Bohnen, frisch oder tiefgefroren

800g neue, kleine Kartoffeln

1 Bd. Lauchzwiebeln

1 Bd. Thymian

2 gehackte Knoblauchzehen

4 EL Olivenöl

400g Merguez

Fleur de sel, Pfeffer

Bohnen putzen und evtl. durchschneiden. Kartoffeln mit der Gemüsebürste säubern, nicht schälen. Je nach Größe halbieren oder dritteln. Lauchzwiebeln putzen und in dicke Scheiben schneiden. Merguez in grobe Stücke schneiden. Öl in einer Pfanne erhitzen, Merguez kräftig anbraten, Lauchzwiebeln und Knoblauch dazugeben. Kartoffeln mit den Bohnen im Salzwasser bissfest garen. Abgießen und in die Pfanne geben. Alles kräftig anbraten. Thymian unterheben und mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Tipp: Statt in einer Pfanne, kann das Gericht auch im Backofen in einer Auflaufform gegart werden. Das dauert ca. 60-80 Min.

Wer es lieber italienisch mag, nimmt Salsiccia statt Merguez.

Was ist Merguez?

Ursprünglich kommt sie aus der arabischen Küche. Es ist eine aus Lammfleisch scharf gewürzte Wurst. Typische Gewürze sind Knoblauch, Kreuzkümmel, Paprika und Harissa.

Vanille- Zitrus-Creme mit Heidelbeeren

Ich habe schon oft nach einer leichten, erfrischenden Süßspeise gesucht. Sie sollte sich als Dessert, als Snack oder auch als sommerliche Mahlzeit zum Lunch eignen.

Hurra, ich habe sie gefunden! Sie wird  meinen Sommer kulinarisch begleiten und mir Glücksgefühle im Magen und in der Seele servieren.

Leicht, erfrischend, sättigend – einfach zum Dahinschmelzen.

Rezept:

Für 4 Portionen:

250g Heidelbeeren

Schale von 2 Zitronen

1 TL Zitronensaft

Mark einer Vanilleschote

50g Puderzucker

500g griechischer Joghurt

1 EL Zitronenhagelzucker oder Puderzucker mit Zitronenschale mischen

Heidelbeeren, die Hälfte der Zitronenschale und 1 El Puderzucker zum Kochen bringen. Dabei die Beeren leicht zerdrücken und unter Rühren dicklich einkochen und anschließend abkühlen lassen. Joghurt, 2 EL Puderzucker, Vanillemark und Zitronensaft zu einer glatten Masse rühren.

Die Joghurtcreme mit den Heidelbeeren in kleine Portionsgläser schichten. Zum Schluss eine Schicht Beeren. Im Kühlschranke mindest. 6 Std. kühlen lassen. Mit Zitronenhagelzucker bestreuen.

Tipp: Anstelle der Heidelbeeren passen auch Erdbeeren, Johannisbeeren oder Pfirsiche

Sommerkuchen

Knuspriger Beerentraum – ein Sommerkuchen

Suchen Sie nicht auch manchmal nach schnellen, leichten, spritzigen Kuchenrezepten? Ich schon…und ich habe eins gefunden. Dieser Beerentraum ist fix zubereitet, sehr variabel, eignet sich lauwarm, frisch aus dem Ofen, als Dessert oder auch als kleine „Petit fours“ geschnittene Leckerbissen für die Vorratsdose. Also, falls Ihnen noch etwas Süßes für Ihr Picknick-Erlebnis fehlt– hier wäre die Lösung.

Übrigens, lassen Sie Ihrer Fantasie freien Lauf: Statt Mandeln eignen sich Kokosraspel oder gemahlene Haselnüsse, statt Müsli nehmen Sie Haferflocken und als Früchte nutzen Sie die Saisonangebote – Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren. Mischen Sie immer wieder neu – und Sie haben aus einem Rezept gleich 5 Neue kreiert😊

Rezept:

Zutaten für ein Backblech von 30x15cm:

250g Mehl

1 P. Backpulver

250g brauner Zucker

70g gem. Mandeln

50g Müsli nach Wahl

200g kalte Butter

2 Eier verquirlt

500g gemischte Beerenfrüchte

Puderzucker

  • Mehl, Backpulver, Mandeln, Müsli und Zucker verrühren. Die kalte Butter in Stückchen dazugeben und zu einem glatten Teig verkneten. Ca. 200g Teig in eine separate Schüssel geben. Den anderen Teig auf das gefettete Backblech drücken. Die gewaschenen Beeren gleichmäßig darauf verteilen. Die Eier mit dem restlichen Teig vermengen und die Masse über die Beeren geben. In den auf 180 Grad vorgeheizten Ofen schieben und ca. 30-40 Min. backen. Stäbchenprobe machen!

Anschließend in kleine Stücke schneiden und mit Puderzucker bestäuben.

 Der Kuchen schmeckt lauwarm oder kalt. Dazu passt leicht geschlagene Sahne mit einem Hauch Minze.